MSM – organischer Schwefel

Gesundheit, die man essen kann: Die natürliche Nahrungsergänzung MSM ist geruchlos, wasserlöslich, frei von Nebenwirkungen – und trotzdem wirksamer als so manche rezeptpflichtige Arznei. Sie werden staunen, was eine organische Schwefelverbindung bei Schmerzen, Entzündungen und Allergien alles auszurichten vermag.

 

Unsere gewohnten Denkschablonen haben wenig Sympathie für Schwefel, wir assoziieren das Mineral weit eher mit teuflischem Gestank als mit himmlischer Gesundheit. Über Calcium und Magnesium hören wir nur Gutes, auch die Segnungen von Fluor und Jod werden in allen Medien über den grünen Klee gelobt. Aber Schwefel? Gehört so was nicht bestenfalls auf den Kopf eines Zündholzes?

Ganz im Gegenteil: Von so grundsätzlichen Bausteinen des Lebens wie Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff einmal abgesehen, ist Schwefel nach Kalzium und Phosphor das dritthäufigste Element im menschlichenKörper; stattliche 140 bis 150 Gramm davon finden sich verteilt auf Bindegewebe, Immunsystem Haut und Haar – zumindest sollte es so sein, denn bei Schwefelmangel droht eine ganze Reihe akuter und chronischerErkrankungen.

Aber in Tieren und Pflanzen kommt Methyl-Sulfonyl-Methan (MSM), also Schwefel in vom Körper optimal verwertbarer Form reichlich vor. Leider lösen sich durch Erhitzen (auch durch Raffinieren oderTrocknen) der Nahrung die flüchtige Verbindung wortwörtlich in Luft auf. So enthält beispielsweise Rohmilch zwischen 2 und 5 Milligramm MSM pro Kilogramm, pasteurisierte H-Milch hingegen weniger als 0,25 mg/kg. Nur durch den Genuss von frischem Obst und Gemüse führen wir uns das wichtige Mineral in erwähnenswerter Menge zu.

Ein Weg sind Ernährungsergänzungen. Als eine solche vermag MSN oft wahre Wunder zu wirken, denn die mit zunehmendem Alter immer häufiger auftretenden Mangelerscheinungen können sich hier auf Funktionsstörungen jedes Organs, jedes Gewebes und jeder einzelnen Zelle im Körper erstrecken. MSM verstärkt nicht nur die Wirkung der meisten Vitamine und Nährstoffe wie Vitamin C, alle B-Vitamine, Selen und Magnesium, sondern verbessert auch deren zelluläre Aufnahme.

Das Kommunikationsnetzwerk im Körper

MSM hat aufgrund seiner chemischen Struktur und seiner biologischen Aktivität einzigartige Eigenschaften. Wird es mit der Nahrung aufgenommen, bildet der freigesetzte Schwefel unter anderem Kollagen und Keratin, die Hauptbestandteile von Haar und Nägeln. Kollagen ist darüberhinaus der Grundstoff unseres Bindegewebes. Letzteres hältaber nicht einfach die Zellen zusammen, sondern spielt eine bedeutende Rolle bei der Übertragung von Bioinformationen.

Das Vorhandensein dieses Kommunikationsnetzwerks erklärt denn auch die lebenswichtige Wirkung von MSM für den gesamten Körper: Schwefelbindungen bilden flexible Strukturen zwischen den Zellen und dem umgebenden Bindegewebe– bei Schwefelmangel geht die Elastizität der Zellen und ihrer Membranen verloren.

Weniger Sauerstoff und Nährstoffe gelangen dann in die Zellen, weniger Abfallstoffe hinaus. Verminderte Vitalität und Erkrankungen sind die natürlichen Folgen. Umgekehrt wird nun auch verständlich, warum viele Therapeuten MSM für das stärkste Entgiftungsmittel überhaupt halten. So landete einst ein junger Maler wegen ernster mentaler Beschwerden in der Psychiatrie. Sein Zustand verschlimmerte sich durch die verabreichten Antidepressiva bis eine Blutuntersuchung endlich zeigte, dass es sich um eine Vergiftung durch Schwermetalle in den Malfarben handelte. Verschiedene Therapien mit homöopathischen undorthomolekularen Entgiftungsmitteln brachten kaum Besserung. Erst nach drei Monaten mit einer Kombination aus hochdosiertem MSM und einer ayurvedischen Schwitzkur ging es mit dem Künstler wieder richtig aufwärts.

Was war passiert?

Indem die Durchlässigkeit der Zellmembranen wieder hergestellt wurde, konnten die Nervenzellen die Schwermetalle schließlich ausscheiden. Weil das wie gesagt auch für zelleigene Abfallprodukte gilt, fühlen sich viele Menschen nach der Einnahme von MSM wacher und weniger depressiv. Während der ersten10 Behandlungstage wird jeder fünfte Patient allerdings Entgiftungssymptome wie Durchfall, Hautausschläge, Müdigkeit oder Kopfschmerzen erleben. So lange kann es eben dauern, bis der Körper freigewordene Gifte ganz und gar losgeworden ist.

Hilfe bei Allergien und Schmerzen

MSM kann sich an die Schleimhaut binden, wodurch eine natürliche Schutzschicht zw. Körper und Allergenen entsteht. Das lindert nicht nur die Symptome bei Nahrungsmittel-, Kontakt- und Inhalationsallergien, es verhindert zudem, dass sich neue Allergene oder Parasiten wie Trichinen und Darmwürmer auf der Schleimhaut festsetzen. MSM hemmt die Histaminfreisetzung mindestens so gut wie herkömmliche Antihistaminika , aber ohne deren Nebenwirkungen.

Dass Schwefel bei Schmerzen, Arthritis und Rheuma Erleichterung bringen kann, weiß man seit Jahrhunderten – wer hatte noch nie von schwefelhaltigen Heilquellen gehört? Wenn Sie noch nie von MSM gehört haben, bedeutet dies daher keineswegs, dass dessen Eigenschaften noch nicht gründlich erforscht wären. Hierzulande mag die Wissenschaft da bislang noch zurückhaltend gewesen sein, aber in Amerika liegen alleine aus den letzten 20 Jahren über 40 Studien zum Thema vor. Geradezu sensationell war die Veröffentlichung von Prof. Stanley W.Jacob, dem Direktor derSchmerzklinik in Portland, im Jahre 1999. Über einen Zeitraumvon 20 Jahren hinweg hatte errund 18.000 Schmerzpatienten regelmäßig MSM verabreicht. Ergebnis: Durchschnittlich 70 % der Patienten wurden deutlich oder sogar vollkommen schmerzfrei.

Anwendung und Dosierung

Die Einnahme von rund 1000mg täglich hilft bei chronischen Schmerzen (darunter leiden in Deutschland nicht weniger als 11 Mio. Menschen), chronischer Müdigkeit, Pilzerkrankungen, Harnleiterinfektionen, Lungenerkrankungen, Rheumatismus, Migräne, Fettsucht, Diabetes, P.M.S. (Post Menopausal Syndrom), Leberfunktionsstörungen, Tuberkulose, Heuschnupfen, Morgenmüdigkeit, Hormonschwankungen und Strahlung.

Äußerlich aufgetragen wirkt MSM bei Akne, Quetschungen, Hautproblemen (etwa Ekzeme), Krampfadern, Schleimbeutel- und Sehnenentzündungen, Muskelschmerzen, Verbrennungen, Fußpilz und Sonnenbrand. Die Studien des erwähnten Dr. Jacob haben belegt, dass auch eine Dosis bis zu 9000 mg pro Tag ohne Nebenwirkungen bleibt. Überschüsse hält der Körper für etwa 12 Stunden im Blutstrom und scheidet sie dannüber Stuhl und Urin einfach wieder aus. Abhängig vom jeweiligen Gesundheitszustand (ist dieser bereits optimal, bleibt MSM gänzlich ohne positive oder negative Wirkung), der Immunfunktion und dem Körpergewicht, darf es also auch mal ein bisschen mehr sein. Generell empfiehlt es sich, die Einstiegsdosis niedrig zu halten und die Tagesration langsam zu steigern. Höhere Dosen sollte man über den Tag verteilen (also zum Beispiel 3 x 2000 mg), da sich sonst unangenehme Blähungen einstellen können. Versuchen Sie zudem, die letzte Dosis vor 18 Uhr zu sich zu nehmen, weil MSM Ihr Energieniveau anhebt und so womöglich das Einschlafen verzögert. Besonders wichtigist es, dass MSM sehr regelmäßigüber einen längeren Zeitraum hinweg genommen wird, wobei die gleichzeitige Einnahme vonVitamin C oder einem Multivitaminpräparat die positiven Effekte dieser genialen Nahrungsergänzung noch verstärkt. Die ersten Resultate sind nach etwa drei Wochen zu erwarten.

Autor: Michael Labiner

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