Moringa – Der Wunderbaum aus Indien

Moringa ist ein tropisches Gewächs, was auch als Meerrettichbaum oder Drumstick Tree bezeichnet wird. In Südasien wird Moringa oder auch Moringa oleifera vor allen in den traditionellen Heilsystemen eingesetzt. Insbesondere bei Entzündungen, Infektionen, Schmerzen, Stoffwechselerkrankungen und oxidativen Stress soll Moringa Linderung verschaffen. Hierzulande wird die Pflanze aufgrund ihres hohen Anteils an Antioxidantien immer beliebter und wird zur Entgiftung und als Anti-Aging-Mittel eingesetzt. Aufgrund der guten Verträglichkeit und der einfachen Einnahme stößt Moringa oleifera bei den Forschern in Asien und Afrika auf zunehmendes Interesse. Erste Forschungsergebnisse liegen bereits vor.

Inhaltsverzeichnis

Was ist drin? Die Inhaltsstoffe von Moringa Pulver

Bei Moringa oleifera handelt es sich um einen Baum, der seine Heimat im Norden von Indien hat. Der Baum trägt viele Namen, wie zum Beispiel Klärmittelbaum, Trommelstockbaum, Meerrettichbaum, Behenbaum und Behennussbaum. Für die Herstellung von Moringa Pulver werden die Blätter des Baumes benötigt. Das Pulver zeichnet sich durch eine hohe Dichte an Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien sowie Spurenelementen aus.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Vitamin A, E, K und B2
  • Magnesium
  • Eisen
  • Zink
  • Antioxidantien
  • Ballaststoffe (24 %)
  • Pflanzliche Proteine (25 %), darunter auch essenzielle Aminosäuren

Wirkung von Moringa

Unumstritten ist, dass Moringa sich durch viele Nährstoffe auszeichnet, die wichtig für den menschlichen Körper sind. Seit Jahrtausenden berichten Anwender von den positiven Effekten der Pflanze. Auch wenn viele Menschen bereits jetzt von der Wirkung von Moringa überzeugt sind, gibt es aus wissenschaftlicher Sicht noch viele Aspekte zu untersuchen. Vor allem in Hinblick auf die enthaltenen Antioxidantien könnte sich die Pflanze als hilfreich erweisen.

Moringa und seine antioxidative Wirkung

Antioxidantien sind in der Lage, freie Radikale im Körper unschädlich zu machen. Bei chronischen Erkrankungen spielen freie Radikale eine große Rolle, da sie zu oxidativem Stress führen, was die Entstehung solcher Krankheiten wesentlich beeinflussen kann.1 Die Extrakte aus dem Moringa Baum enthalten neben Vitamin C und Beta-Carotin auch ein sehr wirksames Antioxidans namens Quercetin, welches im Kampf gegen Bluthochdruck eingesetzt werden kann. Moringa Pulver enthält ebenfalls Chlorogensäure (befindet sich auch im Kaffee) und könnte hilfreich bei hohem Blutzucker sein. In einer wissenschaftlichen Untersuchung, zu denen ausschließlich weibliche Probanden gehörten, wurde den Testpersonen 1,5 g Moringa Pulver jeden Tag verabreicht. Nach einem Anwendungszeitraum von drei Monaten konnte ein starker Anstieg der Antioxidantien- Konzentration im Blut beobachtet werden 2.

Moringa Pulver im Kampf gegen hohen Blutzucker und Entzündungen

Bakterielle, chemische, mechanische, thermische und allergische Reize können zu Entzündungen führen. Dann reagiert der Körper mit seinem Körpergewebe auf innere oder äußere Reize sowie Schädigungen. Der Organismus leitet mit einer Entzündung den Reparaturmechanismus des Körpers ein und versucht die unerwünschten Auslöser zu beseitigen. Viele Menschen leiden unter Entzündungen, wozu zum Beispiel Gelenksentzündungen, Hautentzündungen, Herzinnenhautentzündungen, Lungenentzündungen und Herzmuskelentzündungen gehören. Einige Heilpflanzen und Hormone (wie Cortisol) besitzen entzündungshemmende Eigenschaften, die in der Lage sind, zur Abschwächung von Entzündungsreaktionen beizutragen. Auch wenn die eigentliche Ursache der Entzündung dabei nicht behoben wird, können sie Betroffenen eine deutliche Linderung verschaffen. Auch die Moringa Pflanze verfügt über entzündungshemmende Eigenschaften. Dabei rücken vor allem die Isothiocyanate (Senföle) in den Mittelpunkt 3. Aber auch im Kampf gegen einen erhöhten Blutzuckerspiegel könnte sich Moringa Pulver als wirksam erweisen. Auch wenn nur wenige Studien an Menschen durchgeführt wurden, zeigen Untersuchungsergebnisse, dass der Blutzuckerspiegel im Rahmen von Tierversuchen durch die Pflanze gesenkt werden konnte. In einer wissenschaftlichen Untersuchung an 30 Frauen sank der Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand durchschnittlich um 13,5 %. Dafür nahmen die weiblichen Probanden täglich 7 g Moringa Pulver ein und das über 3 Monate 2.

Moringa Darreichungsformen

Moringa ist in folgenden Darreichungsformen erhältlich:

  • Pulver
  • Kapseln
  • Tabletten
  • Presslinge
  • Tee
  • Öl

Wegen der einfachen Anwendbarkeit ist vor allem das Moringa Pulver sehr beliebt. Einfach eingestreut in Getränke oder Nahrung kann es den Speiseplan bereichern. Tabletten, Presslinge und Kapseln sind hingegen einfach mitzuführen und sorgen für hohe Flexibilität im Tagesablauf. Einige Anwender setzen auf einen Aufguss mit Moringa Tee. Dazu werden die Moringa-Blätter oder die getrockneten Blüten der Pflanze verarbeitet. Bei Moringa in Form von Öl ist die Anwendung denkbar einfach. Wie Olivenöl wird auch das Moringa-Öl auf die Haut aufgetragen und sanft eingetrieben.

Dosierung und Nebenwirkungen von Moringa

Der Geschmack von Moringa wird als erdig bezeichnet und erinnert an Matcha-Tee oder auch Spinat. Auch deshalb eignet sich das Pulver hervorragend, um es in Speisen zu mischen. Auch wenn es erst einmal egal ist, zu welcher Uhrzeit Moringa eingenommen wird, berichten Anwender über einen angenehmen Energieschub, wenn sie es morgens in ihren Tagesablauf integrieren.

Laut Hersteller sollten zwischen 3-5 g täglich aufgenommen werden. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen wurden jedoch bis zu 8 g des Pulvers eingesetzt. Dadurch, dass Moringa Pulver scharfe und bittere Substanzen (Senfölglykoside) enthält, kann es unter Umständen zu Unverträglichkeiten kommen. Daher empfehlen Hersteller, mit der Dosierung allmählich zu beginnen und sie nach und nach zu steigern. Scheinbar ist das Pulver bei einer Hitzebehandlung verträglicher.

An folgende Richtwerte können sich Anwender halten:

  • Ein halber Teelöffel täglich, um den Organismus an das Pulver zu gewöhnen.
  • Nach ein bis zwei Wochen kann die Dosierung auf einen Teelöffel täglich verdoppelt werden. Alternativ können Anwender auch zweimal täglich einen halben Teelöffel des Pulvers einnehmen.
  • Die Dosierung kann nach einigen Wochen nochmals erhöht werden. Zwar gibt es keine Obergrenze, eine Vielzahl der Anwender nimmt aber höchstens 6 g täglich ein. Diese Dosierung wurde auch in wissenschaftlichen Untersuchungen gefahrlos angewendet.

In der Regel werden Moringa Produkte sehr gut vertragen und lösen kaum Nebenwirkungen aus. In seltenen Fällen kann es jedoch zu Durchfall kommen, dann sollte die Dosierung entsprechend angepasst werden. Auch wenn die Pflanze bereits seit Jahrtausenden erfolgreich angewendet wird, können derzeit über die Sicherheit im Rahmen einer Schwangerschaft oder Stillzeit keine Auskünfte gegeben werden. Deshalb sollten Schwangere oder stillende Frauen auf die Einnahme verzichten. Die Rinde und Wurzelrinde des Baumes sind aufgrund ihres Alkaloidgehaltes als giftig zu bezeichnen, deshalb sollte die Wurzel nicht regelmäßig gegessen werden.

Moringa Produkte kaufen

Moringa Produkte werden immer beliebter, dadurch drängen auch immer mehr Hersteller auf dem Markt. Es ist aber wichtig, dass Anwender beachten, dass es teilweise große Qualitätsunterschiede gibt. Besonders häufig ist Moringa in Form von Pulver oder Kapseln erhältlich. Transparente Herstellungspraktiken und eine umfassende Inhaltsangabe zeichnen seriöse Hersteller aus. Anwender sollten darüber hinaus auch auf die Schadstofffreiheit achten. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist ein entsprechendes Bioprodukt zu empfehlen. Ganz wichtig ist es, dass das verarbeitete Material aus einer seriösen Bezugsquelle stammt. Dabei sollte die Qualität garantiert werden, indem Verunreinigungen, die unter anderem durch Dünger, Schwermetalle, Pestizide, Schimmel und Schwermetall entstehen können, vermieden werden. Wichtig: Je nachdem, in welchen Kulturformen oder Jahreszeiten die wertvollen Inhaltsstoffe gewonnen werden, kann auch der entsprechende Gehalt variieren. Auch die Herkunftsländer können das Produkt entscheidend beeinflussen. Auch wenn eine allgemeine Auskunft über die Seriosität anhand der Inhaltsstoffe schwierig ist, sollten Anwender auf den Beipackzettel achten. Im Zweifel lohnt sich eine Nachfrage bei dem Hersteller oder Verkäufer.

Quellen:

  1. Kushwaha, S., Chawla, P., Kochhar, A., Effect of supplementation of drumstick (Moringa oleifera) and amaranth (Amaranthus tricolor) leaves powder on antioxidant profile and oxidative status among postmenopausal women, Journal of Food Science and Technology November 2014, Volume 51, Issue 11, pp 3464–3469, https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs13197-012-0859-9
  1. Cheenpracha S, Park EJ, Yoshida WY, Barit C, Wall M, Pezzuto JM, Chang LC., Potential anti-inflammatory phenolic glycosides from the medicinal plant Moringa oleifera fruits, Bioorg Med Chem. 2010 Sep 1;18(17):6598-602. doi: 10.1016/j.bmc.2010.03.057. Epub 2010 Mar 29. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20685125